Riedlingsdorfer Dorfgeschichte


Die nachfolgenden Aussagen stützen sich auf folgende Quellen:
Festschrift anläßlich 660 Jahre Riedlingsdorf
Handschriftliches Manuskript der Geschichte von Riedlingsdorf, Autor vermutlich Lehrer Johann Posch, vermutlich ergänzt von Direktor Johann Huber 
Fritz Posch, Geschichte des Verwaltungsbezirkes Hartberg
Karl Homma, Harald Prickler, Johann Seedoch, Geschichte der Stadt Pinkafeld
Zeitschrift 'Damals' Ausgabe 9/2003
4000 v.Chr.:
Der Fund eines Steinbeiles aus dieser Zeit im Jahre 1924 beim Eisenbahnbau in Pinkafeld läßt darauf schließen, daß jungsteinzeitliche Jäger auch das Gebiet des heutigen Riedlingsdorf durchstreifen. 
2000 v.Chr.:
Der Fund von Tonscherben nördlich der an Riedlingsdorf angrenzenden Sixtina beweist die Anwesenheit von Menschen während der Bronzezeit. 
200 v.Chr.:
Auf dem Lampelfeld gewinnen Kelten mit dem Rennofen-Verfahren Eisen. Die Reste dieser vorchristlichen Eisenverhüttungsanlagen sind im Jahre 2002 Gegenstand einer archäologischen Ausgrabung. (siehe Eisengewinnung in der Latenezeit).
0 bis 400 n.Chr.:
Von der Besiedlung des Gebietes um Riedlingsdorf zeugen zahlreiche Hügelgräber aus dieser Zeit. Die Hügel haben einen Durchmesser von ungefähr 7 Meter und eine Höhe von etwa einem Meter. In den Jahren 1901 bis 1910 haben der Ortslehrer Johann Posch (der auch der Gründer des MGV Riedlingsdorf ist) und die Archäologen F.Hautmann und A. von Rottauscher die Hügelgräber geöffnet. Sie fanden die Reste von Waffen, Spangen und Münzen. Die Münzen stammen aus den ersten vier Jahrhunderten nach Christi Geburt und tragen die Bildnisse der römischen Kaiser Augustus, Tiberius, Nerva, Trajan, Caracallus, Antonius Pius, Constantinus Chlorus und Constantinus II. (siehe Römergräber in Riedlingsdorf).
Die große Anzahl der Gräber läßt vermuten, daß auch eine Straße durch das Gebiet des heutigen Riedlingsdorf führte. Historisch bewiesen ist eine Straße von Hartberg nach Steinamanger (Savaria), sowie eine Straße von Hartberg nach Aspang. Bei der vermuteten Straße durch Riedlingsdorf könnte es sich um eine Verbindungsstraße zwischen den oben genannten Verkehrswegen handeln.
550-860:
Der slawische Ursprung der Flußnamen Pinka und Tauchen und vieler Ortsnamen in unserer Gegend wie Allhau, Grodnau oder Schlaining lassen vermuten, daß unser Gebiet mit einer dünnen slawischen Siedlerschicht nach der Völkerungswanderzeit überzogen wird. Neben den Slawen tritt auch das Volk der Awaren in Erscheinung, das aber durch Feldzüge der Karolinger unter Karl dem Großen und dem Druck der slawischen Stämme im 9. Jahrhundert zugrunde geht. Die Slawen werden in der Folgezeit durch bayrische und fränkische Heere aus dem Gebiet des heutigen Ostösterreichs verdrängt. Um 860 schenkt der bayrische König Ludwig der Deutsche dem Erzbistum Salzburg die Stadt Steinamanger und ein Gut an der Pinka, bei es sich vielleicht um Pinkafeld handeln könnte.
880-1120:
Aus den asiatischen Weiten kommend taucht in unserer Gegend um 880 ein Reitervolk auf, die Magyaren, das in der Folgezeit Mitteleuropa mehrmals verwüstet hat. Aus dem Jahre 900 ist ein Bericht des Salzburger Erzbischofes an den Papst erhalten geblieben, in dem über die Kriegszüge der Magyaren berichtet wird: "Die Ungarn haben die Einwohner teils in Gefangenschaft verschleppt, teils umgebracht oder in Kerkern vor Hunger und Durst umkommen lassen, unzählige in die Verbannung getrieben, vornehme Männer und angesehene Frauen in die Sklaverei geschleppt. Die Kirchen Gottes haben sie angezündet und alle Gebäude zerstört, so daß in ganz Pannonien, unserer größten Provinz, auch nicht eine Kirche mehr verblieben ist."
Der Ungarnsturm wird erst im Jahre 955 von König Otto  I. gebrochen, als er das Heer der Magyaren bei der Schlacht auf dem Lechfeld vernichtet. Im Gegensatz zur Vernichtung der Awaren 150 Jahre zuvor, bleibt das Volk der Magyaren aber bestehen. Zum Schutz des Reiches wird zwischen der Enns und dem Wienerwald die Grenzmark 'Ostarrichi', die Keimzelle des heutigen Österreichs errichtet. König Heinrich III. gelingt es die Reichsgrenze im Jahre 1043 bis zu den Flüssen Leitha und Lafnitz vorzuverlegen. Damit verbleibt das Gebiet des heutigen Burgenlandes und somit auch unsere engere Heimat für einen Großteil der nächsten 1000 Jahre im ungarischen Herrschaftsgebiet. 
Im Gebiet des heutigen Bezirkes Oberwart entsteht eine Kette von ungarischen Grenzwächterposten, aus denen dann in weiterer Folge die Ortschaften Ober- und Unterwart, Ober- und Unterschützen, Siget, Spitzzicken, Eisenzicken und Kotezicken entstehen. Das Gebiet um Riedlingsdorf und auch Pinkafeld liegen somit im Niemandsland zwischen diesen ungarischen Vorposten und den Grenzdörfern der Steiermark. 
1122-1300:
In der heutigen Ostersteiermark setzt die Besiedlung etwa um das Jahr 1122 ein. Diese ersten Siedler kommen aus den Gebieten des heutigen Ober- und Niederösterreichs. Die Kolonialisierung geht einher mit großen Rodungsmaßnahmen um Flächen für die Landwirtschaft zu gewinnen. Da viele Dörfer auf beiden Seiten der Grenze nahe am Grenzfluß Lafnitz gegründet und auch keine Burgen errichtet werden, kann man davon ausgehen, das die ersten Jahre der Besiedlung recht friedlich verlaufen sind. Diese Situation ändert sich hingegen gegen Ende des 12. Jahrhunderts als das Siedlungswerk in der Steiermark immer wieder durch ungarische Einfälle gestört wird. Um die Straße über den Wechsel zu schützen wird die Gründung von Friedberg mit dem Lösegeld finanziert, das Herzog Leopold V. für den englischen König Richard Löwenherz kassiert. Mitte des 13. Jahrhunderts beruhigt sich die Situtation wieder und es kommt aus der Gegend um Wiener Neustadt und Pitten eine weitere große Siedlerwelle über den Wechsel. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts ist in der Oststeiermark alles Land aufgeteilt und die Kolonisation somit abgeschlossen.
Das Gebiet um Riedlingsdorf und Pinkafeld bleibt, obwohl es östlich der Lafnitz liegt, völlig frei vom ungarischen Volkselement. Durch die besondere Lage im Niemandsland vor der ungarischen Postenkette steht die Besiedlungsgeschichte eventuell in einem engen Zusammenhang mit jener der Oststeiermark. So könnten, die Ober- und Niederösterreicher, die ab 1122 und die Wiener Neustädter, die ab 1230 die Oststeiermark gegründet haben, auch die ersten Riedlingsdorfer gewesen sein. Somit ist unsere Ortschaft wohl um etwa 100 bis 200 Jahre älter als die erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1331. 
1331:
Erste urkundliche Erwähung von Riedlingsdorf mit dem Namen RADOMFALVA.
Am 21. August dieses Jahres führen der Notar Paul und der Adelsrichter Lukas des Eisenburgers Komitates eine Begehung der Besitzungen Buchschachen und Allhau samt ihrer Nachbarorte durch. Über diese Begehung wird durch das Kapitel der Michaelskirche in Eisenburg am 1.9.1331 eine Urkunde ausgestellt. Das Original existiert heute nicht mehr, eine Abschrift befindet sich im Ungarischen Staatsarchiv.
Die beiden Männer beginnen ihren Rundgang an der Grenze Loipersdorf zu Grafenschachen und erreichen dann den Hotter von Pinkafeld. In der nun folgenden Textpassage der Urkunde steht der entscheidende Hinweis auf Riedlingsdorf:
"Von dieser durch einen Kirschbaum bezeichneten Grenzmarke führt die Grenze, wenn man auf einen Hügel steigt, zurück zu einem nach Süden gerichteten Abschnitt, fällt dann herab zu einem großen alten Weg und bildet nach Osten hin die Grenze zum RADOMFALVA. Wenn man auf demselben Weg weitergeht, kommt man eim Tal Kövessfö zu zwei Grenzmarken aus Erde, auf denen zwei Eichen stehen, wo nach Osten hin Oberwart und nach Westen hin Buchschachen angrenzen."
Wie oben erwähnt, ist Riedlingsdorf um einiges älter als diese erste urkundliche Erwähnung. 
1388:
In diesem Jahr wird die Ortschaft als RODINSTORFF in einer Urkunde erwähnt in der die Besitztümer der Herrschaft Bernstein aufgezählt sind. Die Herrschaft Bernstein wird zu dieser Zeit der Familie Kanizay verpfändet.
1392:
Die Herrschaft Bernstein wird in diesem Jahr der Familie Kanizay endgültig übereignet. In der Urkunde, die diesen Vorgang beschreibt, wird der Ort als REUDENSTORFF bezeichnet. 
1435:
Die Ortschaft heißt nun RUDINGSTORFF.
1459:
Im Jahre 1445 wird die Herrschaft Bernstein und damit auch Riedlingsdorf dem späteren römisch-deutschen Kaiser Friedrich III. verpfändet. Im Jahre 1459 wird Matthias Corvinus zum ungarischen König gekrönt. Er möchte seine westungarischen Besitzungen wieder zurückgewinnen und so kommt es am 14. April 1459 zur Schlacht auf dem Lampelfeld, vor den Toren von Pinkafeld. Die Truppen von Friedrich III. werden bei dieser Schlacht zwar besiegt und zum Rückzug gezwungen, im Ödenburger Frieden im Jahre 1463 wird aber vereinbart, daß die Herrschaft Bernstein weiter bei Österreich verbleibt. Es vergehen fast 200 Jahre, bis die Herrschaft Bernstein und damit Riedlingsdorf wieder zu Ungarn kommen. 
1529:
In diesem Jahr dringt das türkische Heer, das schon zuvor jahrzehntelang Mitteleuropa bedroht hat, bis nach Wien vor. Es belagert die österreichische Hauptstadt in der Zeit von 21. September bis 15. Oktober und zieht sich dann wieder über Ungarn nach Süden zurück. Aus der Oststeiermark sind Berichte erhalten geblieben, daß am 18. Oktober 1529 Ortschaften wie Wörth, Friedberg oder Dechantskirchen von herumziehenden Türken angegriffen werden. Bei diesen türkischen Einheiten handelt es sich nicht um die abziehende Hauptstreitmacht sondern um 'Baschi-Bozuks', auch 'Renner und Brenner' genannt, die abseits des Hauptheeres weit in das Landesinnere vorstoßen und die Landstriche verwüsten. Diese Streifscharen gehören zur sogenannten Lehensreiterei, also zur Kavallerie des türkischen Heeres. Da sie keinen festen Sold erhalten, sind sie vorwiegend auf Plünderung aus. Sie zünden die Bauernhöfe an, stehlen das Vieh, erschlagen mancherorts die Bewohner oder entführen diese in die Sklaverei. Ein zeitgenössischer Bericht vom 9. November 1529 beschreibt, daß die Oststeiermark (und somit wahrscheinlich auch unsere Gegend) 'mit vergiessung vil und unerhörlicht unschuldigs christenlichs pluets, auch raub, prand, wegfuerung des christlichen folks, mann- und weibsperson, alt und jung, jämmerlich und erbermlich verhert und verderbt.' 
Anders hingegen die Infanterie der Türken, die hauptsächlich aus den Janitscharen besteht. Diese Elitetruppe ist unmittelbar dem Sultan unterstellt und bekommt einen festen Sold. Sie besteht aus Sklaven und aufgrund der Tatsache, daß kein freier Muslime Sklave sein kein, werden die Reihen der Janitscharen vielfach aus verschleppten Knaben der eroberten christlichen Länder aufgefüllt. Es kann daher ohne weiters sein, daß einige der entführten Steirer und Westungarn im Janitscharenkorps Aufnahme gefunden haben und Jahre später gegen ihre alte Heimat in den Krieg gezogen sind. 
1532:
Auch in diesem Jahr versucht das türkische Heer unter Sultan Suleiman wieder Wien zu erobern. Mehr als 100.000 Mann ziehen über Steinamanger nach Norden und erreichen am 5. August die Stadt Güns. Niklas Jurischitsch, der Pfandinhaber von Güns, stellt sich zum Kampf und verteidigt die Stadt gegen das gegnerische Riesenheer. Die 'Baschi-Bozuks' nützen diese Zeit wieder zu blutigen Vorstößen in das Gebiet des heutigen Bezirkes Oberwart und in die Oststeiermark. Es entwickeln sich Gefechte mit steirischen und ungarischen Truppen, die bei Schlaining, Rotenturm und anderen Orten versuchen, die türkischen Einheiten aufzuhalten. Der Verwalter von Thalberg, Christoph Ramschüssel von Schönegg schreibt am 23. August 1532, daß am 20. August eine Streitmacht von etwa 3000 Türken in die Nordoststeiermark eingedrungen ist. Über die angerichteten Schäden schreibt er unter anderem: "Die fünf Eigen auf dem Ungarischen, Pinkafeld und der Schachen sind alle dahin, ebenso Stegersbach, auch was in der Nähe des Schlosses liegt, alles dahin." 
Nachdem bei diesen Vorstößen in die Steiermark auch Pinkafeld und Buchschachen zerstört worden ist, wird auch von Riedlingsdorf nicht viel übrig geblieben sein.
Für den betroffenen Landstrich kommt es aber noch viel schlimmer, denn Ende August beschließt Sultan Suleiman den Vormarsch nach Wien einzustellen, da sich während der langen Belagerung von Güns rund um Wien bereits ein großes Reichsheer versammelt hat. Der Sultan wendet sich daraufhin mit seiner 100.000-Mann-Streitmacht nach Westen und erreicht über Pinkafeld marschierend den Raum von Friedberg am 4. September 1532. Über Dechantskirchen (5. September) und Kirchberg (7. September) zieht das türkische Heer weiter nach Süden, eine Schneise der Verwüstung hinter sich lassend. Welch Verheerungen die Türken auf ihrem Marsch anrichten, wird im historischen Werk des Deschelalsade Nisandschibaschi heroisch beschrieben:
"Das deutsche Land ward rings verbrennet und gesengt, des Himmels reine Luft mit dichtem Rauch vermengt,
und jeder Zufluchtsort ungläubiger Gebete verheeret und verkehrt in eine wüste Stätte.
Bei Tage ward der Spiegel der Sonne von dem Rauche flammender Kirchen verfinstert und mit Schleier überzogen, 
bei Nacht verlor der halbe Mond Licht und Glanz von den Strahlen der Mordfackeln der islamischen Heere.
Von allen Glocken und Kreuzen verzierten Kirchen und Klöstern des Landes blieb keine Spur übrig als ein langer Streifen von Rauch,
der als Säule in die Luft hob, der Qualm des Feuers der Rechtgläubigen verfinsterte mit Wolken die Sonne.
Ein großen Unglück traf der Heiden Land, es war ein einziger großer Freudenbrand,
das Feuer schien sich der Verehrer zu erbarmen, es hielt die ganze Welt in seinen Flammenarmen."

Eine Bestätigung dieser Verwüstungen findet sich auch in einem Brief von Hans Ungelter vom  29. September 1532 an den Bürgermeister von Augsburg: "Auf des ungerisch und die Forder und Nider Steyrmarch ist alles verderbt mit brannt und beraubnus des volkhs, so hinweckhgefuert ist yetz und vor dreyen jaren." 
Für die unmittelbare Umgebung unseres Heimatortes hat dieses Jahr somit die schwersten Verwüstungen in der bisherigen Dorfgeschichte gebracht. 

1569:
Aus diesem Jahr ist der älteste Urbar der Herrschaft Bernstein erhalten. In diesem Dokument sind von allen Dörfern der Herrschaft die Häuser, die Namen der Besitzer und die Abgabenleistungen erhalten. (siehe Urbar 1569). Der Ort heißt in dieser Urkunde RIEGERSTORFF. Aus dem Dokument geht auch hervor, daß in Riedlingsdorf Wein angebaut wird. Von den angeführten Familiennamen existieren heute noch neun: Neid, Piff, Schaden, Lang, Kirnbauer, Schuh, Schuch, Steger und Posch. Einige weitere haben sich in Hausnamen erhalten: Wurzer, Prodl und Jocl. Der Ort besteht aus 90 Gehöften. 
1605:
Als Reaktion auf die Unterdrückungspolitik und die Gegenreformationsbestrebungen der Habsburger kommt es in Ungarn unter Istvan Bocskay zum sogenannten Haiducken-Aufstand. Dieser zuerst religiös, später national, motivierten Rebellion gegen Kaiser Rudolf II. schließen sich bald auch Türken und Tartaren an. Ende Mai 1605 dringt eine 4.000 Mann starke Haiduckenarmee unter der Führung von Oberst Gregor Nemethy über die Raab in die Steiermark ein. Schloß Hohenbrugg, Fürstenfeld und Fehring werden niedergebrannt, danach zieht die Haiduckenhorde weiter durch das Safental nach Norden auf Hartberg. Zeitgenössischen Berichten zu Folge stellt das grausame Verhalten der Aufständischen sogar das der Türken in den Schatten. Sie morden, brennen, rauben, plündern und verschleppen die einheimische Bevölkerung. Die Verschleppungen beschreibt ein Zeitzeuge "viel verschmachtet und hungershalber gestorben, auch das jämmerliche, hochbetrübte, erbärmliche Geschrei der armen, unschuldigen Kindlein, so die Tartaren in Tornistern im Raum hinweggeführet und teils auf die Zaunstecken, teils aber zur Erden tyrannischer Weise ohne alle Erbarmung zu Tode geworfen hätten, das mit Tränen zu beweinen". 
Am 4. und 5. Juni holen sich die Haiducken vor der Stadtmauer von Hartberg eine Abfuhr, danach ziehen sie weiter auf Vorau und Friedberg, von wo sie wieder auf ungarisches Gebiet zurückkehren. Die Aufständischen verwüsten auch die Dörfer der Herrschaft Bernstein, da sich der Herrschaftsbesitzer Ludwig von Königsberg ihnen nicht angeschlossen hat, sondern sich nach wie vor als kaisertreu erweist. Vermutlich ergeht es Pinkafeld und seinen umliegenden Dörfer wie Riedlingsdorf und vorallem Wiesfleck in diesen Tagen nicht viel anders als den Siedlungen in der Oststeiermark. Ludwig von Königsberg und auch die steirischen Länder versuchen durch militärische Gegenschläge das Gesetz des Handelns an sich zu reißen. Aber sowohl Königsberg (bei Steinamanger) als auch die Steirer (am 30. August 1605 bei Sümeg) werden von den Haducken besiegt. Die Aufständischen belagern daraufhin im Gegenzug mit 5.000 Mann die Burg Bernstein, es gelingt ihnen aber nicht Königsbergs Festung zu erobern, sodaß die Haiducken am 18. Oktober 1605 unverrichteter Dinge wieder abziehen müssen.
Dem Aufstand wird erst durch den später im 30-jährigen Krieg berühmt gewordenen Feldmarschall Tilly ein Ende gesetzt, der am 20. November 1605 bei Hidveg einen überwältigenden Sieg über die Haiducken erzielt. 
Die Wochen des Aufstandes haben manche Landstriche in der Oststeiermark und im Burgenland mehr verwüstet als die Türkenkriege oder der 2. Weltkrieg. Schadenskommissionen stellen später fest, daß in der Oststeiermark über 1.500 Häuser zerstört und über 3.500 Menschen getötet oder verschleppt worden sind. In der Herrschaft Bernstein ist die Situation nicht viel anders. Schwer betroffene Ortschaften wie Wiesfleck, Goberling, Mariasdorf und auch Riedlingsdorf haben Mitte des 17. Jahrhunderts noch immer nicht alle Spuren dieser Katastrophe beseitigt. Welchen enormen Schaden dieser Aufstand im Südburgenland angerichtet hat, haben Historiker mit der Untersuchung des Verschwindens von Familiennamen nachgewiesen. So sind in den mehr als 100 Jahren von 1645 bis 1751, in einer Zeit wo immerhin die 2. Türkenbelagerung von Wien und die blutigen Kuruzzenaufstände stattgefunden haben, 67 Prozent der Familiennamen in der Herrschaft Bernstein verschwunden. In der Zeit von 1569 bis 1645, in einem Zeitraum von nur 76 Jahren  sind hingegen 77 Prozent der Familiennamen verschwunden. In schwer betroffenen Gemeinden wie Pinkafeld und Wiesfleck sind sogar 87 Prozent der alten Familiennamen betroffen, in Riedlingsdorf immerhin 80 Prozent. So sind im Falle Riedlingsdorf im Urbar von 1648 nur mehr 14 Familiennamen vertreten, die auch schon im Urbar von 1569 erwähnt sind. 45 Familiennamen des Urbars von 1569 sind hingegen verschwunden. 
Um diesen großen Bevölkerungsverlust auszugleichen, bemüht sich die Familie Königsberg daher, in den nächsten Jahren Siedler in das Land zu holen. Mit ihnen kommen neue Familien in die Gemeinde, wie Bruckner, Fleck, Zapfel, Keippel, Arthofer, Ziermann, Rehberger, Hofer und Brunner, deren Nachfahren noch heute in der Ortschaft leben. 
Aus dem Jahre 1606 ist ein Brief von Königsberg an seinen Kaiser erhalten geblieben, in dem der Herrschaftsbesitzer den angerichteten Schaden beschreibt: "..die dörffer aber sambt maierhöffen sindt alle verprennt, die undterthannen gefencklichen hinweckhgefiert und niedergehauet worden und ist also zur ödnuss worden, dass ich derslben in zehn jahren nit wie vorhin geniessen wier khünnen und da der khrieg continuieren soll, mich khhains genuess zu getrösten habe, denn khainer von den übriggebliebenen undterthanen zur stifftung zue bewegen sein würdt..".
1619-1621:
Im Jahre 1618 beginnt in Mitteleuropa der 30-jährige Krieg. Dieser Religionskrieg hat auch Auswirkungen auf die westungarischen Kommitate, da der Fürst von Siebenbürgen Bethel Gabor, dem Kaiser den Krieg erklärt und 1619 ganz Oberungarn in seine Hand bringt. Am 25. August 1620 wird Bethel Gabor zum König von Ungarn gewählt und als solcher versucht er die Magnaten Westungarns auf seine Seite zu bringen. Bei Franz Batthyany hat er Erfolg, der sich Bethel unterwirft. Da aber das Schlachtenglück Bethels von den Geschehnissen an der Front in Böhmen abhängt, erleidet seine Bewegung einen großen Rückschlag als dort am 7. November 1620 die kaiserlichen Truppen die Schlacht am Weißen Berge für sich entscheiden. Als Folge dieser militärischen Erfolge 1620 rücken zum Jahresende 1620 kaiserliche Truppen nach Pinkafeld ein und brandschatzen die Güter Batthyanys, der sich vom Kaiser abgewendet hat. Ob bei dieser Racheaktion auch das nahegelegene Riedlingsdorf betroffen ist, darüber gibt es keine Informationen.
1644:
In diesem Jahr erwirbt die Familie Batthyany die Herrschaft Bernstein von der Familie Königsberg.
1647:
Der Verkauf der Herrschaft Bernstein an die Familie Batthyany führt in diesem Jahr dazu, daß sie und andere westungarische Grenzherrschaften wieder dem ungarischen Königreich einverleibt werden. Für die Bewohner dieser Gebiete sind nun wieder die ungarischen Gesetze maßgebend. Damit endet das fast 200-jährige österreichische Zwischenspiel.
1648:
Aus diesem Jahr ist ebenfalls ein Urbar der Herrschaft Bernstein erhalten. Die Zahl der Häuser ist auf 104 angewachsen, die Namen der der Bewohner haben sich aber, wie im Jahre 1605 beschrieben, wesentlich geändert. (siehe Urbar 1648). Auffallend ist, daß nun viel höhere Abgaben zu entrichten sind als achtzig Jahre zuvor.
1663, 1664:
Im Jahre 1663 stehen die Zeichen wieder auf Krieg. Der türkische Großwesir Achmed Koprüli rückt im Juni 1663 mit einem großen Heer in Belgrad ein. Normalerweise führt das türkische Heer seine Feldzüge in der trockenen und warmen Jahreszeit durch. Bei einer durchschnittlichen Marschleistung von 18 Kilometer pro Tag, die bei Flußübergängen und Belagerungen natürlich rapide abfällt, müssen die Feldzüge genau geplant und effizient durchgeführt werden. Überwinterungen bei Feldzügen sind eher selten, da die Truppe oft mit Unmut und Desertation auf diese Erschwernisse reagiert. In diesem Jahr gibt sich der Großwesir jedoch mit der Eroberung der Festung Neuhäusl am 26. September 1663 zufrieden. 
Kaiser Leopold nützt diese ungewohnte Atempause, die ihm sein türkischer Gegenspieler gönnt und verlegt Truppen aus allen Teilen des Reiches nach Süden. So mustert der Kaiser höchstpersönlich am 30. Juni 1664 in Pinkafeld ein französisches Kontingent. Die Einquartierung so großer Truppenkörper über eine Zeit von mehreren Monaten bedeutet aber für die steirischen und westungarischen Ortschaften eine große wirtschaftliche Belastung. So beschreibt der Landeshauptmann der Steiermark in einem Brief vom 15. September 1664 die Situation in seinen Dörfern: "Durch die häufigen Kriegsvölker sowohl in Quartieren wie Durchzügen dergestalt ruiniert und verwüstet worden, daß die meisten Dörfer in den untersteirischen Viertel leer stehen und weder Leute noch Vieh darin zu finden." 
Am 26. Juli steht der Großwesir mit 100.000 Mann an der Raab bei Körmend. Ihm gegenüber befindet sich ein 26.000 Mann starkes Christenheer mit französischen, österreichischen, ungarischen und deutschen Soldaten unter der Führung von Generalfeldmarschall Raimund Graf von Montecuccoli. Am 1. August entwickelt sich bei Mogersdorf-St.Gotthard die bekannte Abwehrschlacht, die mit einem großen Sieg des Christenheeres endet und die Türkengefahr für die nächsten Jahre bannt.
Wie schon aus den vorherigen Türkenkriegen bekannt, versetzen auch dieses Mal herumziehende Streifscharen das Land in große Angst. Eine dieser Einheiten dringt bis nach Pinkafeld vor und wird von den Bürgern der Stadt abgewehrt. Über diesen Abwehrerfolg der Pinkafelder gibt es folgenden zeigenössischen Bericht:
"Und da diese Heiden bei dem Heilgtumb, das sancto Bernhardo geweihet war, alldorten wo sich das Claustrum der sancti Bernhardi Brüder von Zisterz befindet, von denen christlichen Glaubenshelden und Gottesstreitern Montecuculi war geschlagen worden: allwo die Deutschen, Hungarn und Franken große Leute sich ausgezeichnet haben; Unnd seind auch auf zuerathen des Teufels Etliche Hundert Türken, so aus Bosnien heraufgekommen, das einstmalen zu König Ludwigi Zeiten zur Hungarey gehöret haben soll, gen unsere Granicz gekomen unnd habe auch wollen Beute machen, die sie ihren Höfen, so 'Harembs' geheißen, zu geilen Dirnen machen, die Knäblein, damit sie solche beschneiten, des Christenglaubens selbe entschlagen und die dann in dero Sultan Leibgarda zu Streitern contra Christum erziehen. Selbe vorbenamsete Bosnische Bande ware durch eines Zauberweibes teuflischen Zuspruch auch nach 'Pingafelt' id est, ein civitas ad flumen Pinkam, über das Wasser bei Sünderstorff vorgerückt und nachdem sy benanntes Sünderstorff in Schutt und Asche gelegt, auf Pingfelt losgerennt. Es mochten wohl an die Tausent Bosniakischer Heiden gewesen sein. Denen civibus et rusticis an der Granicz ware es miserabile zu Muthe, aber unter Christi machtvollen Beystand und Sanctae Mariae virginis Fürflehn und Gnadenausspruch bestanden die Bürger und Bawern den Ansturm derer Heiden so kühnlich, dasz deren Türken Banda in alle vier Weltzonen, i.e. Nord, Süd, Ost und West wie Spreu vor den Menschen des Herrn zerstrewet worden. Lagen viele Türken beim coemiterio, id est Freythoff, allwo die Christenhelden sich verschanzet hatten, aber auch die Leyber vieler Hunderte Heidenseelen deckete blutiger Erdboden zu Pinkafelt. Das war arriviret im Jahre des Heils post Christum natum, da man schriebe MDLXIV., X.mensis Augusti am Tage, so man feyert das Gedächtnuss des glorreichen Blutzeugen Laurentii."
Wie dem Bericht zu entnehmen ist, sind die türkischen Reiter von Norden gekommen und haben nach der Zerstörung der Ortschaft Sinnerdorf Pinkafeld angegriffen. In der Chronik von Hartberg findet sich zwar kein Bericht über herumziehende türkische Streifscharen, der Wahrheitsgehalt des Berichtes wird aber durch Funde von Knochen und türkischen Hufeisen im Gebiet des ehemaligen Friedhofshügels bei der Pfarrkirche bestätigt. Ob bei diesem Angriff auch Riedlingsdorf in Mitleidenschaft gezogen worden ist, läßt sich nicht genau sagen. 
1669:
Pinkafeld wird zusammen mit Riedlingsdorf und anderen Dörfern von Bernstein abgetrennt. Riedlingsdorf gehört von nun an zur Herrschaft Pinkafeld.
1683:
In diesem Jahr zieht wieder ein türkisches Riesenheer nach Wien, um die Stadt ein zweites Mal zu belagern. Am 11. Juli teilt Graf Christoph von Batthyany den steirischen Ländern mit, daß er sich dem türkischen Großwesir ergeben habe, um seine Ländereien zu schützen. Man vereinbart zwar, daß man sich gegenseitig nicht angreifen will, doch bereits einige Tage später beginnen Untertanen von Batthyany in der Oststeiermark mit Plünderungen. Mitte August unternimmt eines der drei in der Steiermark stationierten kaiserlichen Regimenter einen Vergeltungsvorstoß auf westungarisches Gebiet. Dieser Vorstoß wird von steierischen Bauern begleitet, die entsprechend eines zeitgenössischen Berichtes furchtbar unter der Bevölkerung hausen: "nicht allein alles in Asche legen, sondern auch das Kind im Mutterleib nicht verschonen und alles umbringen oder in das Feuer werfen sollen." 
Drei Wochen später am 8. September rücken sogar alle drei kaiserlichen Regimenter (Saurau, Metternich und Aspermont) in Westungarn ein und legen Pinkafeld in Schutt und Asche. Bei diesem Vorstoß wird vermutlich auch Riedlingsdorf in Mitleidenschaft gezogen. 
Am 12. September ändert sich durch die Niederlage der Türken vor Wien gegen das christliche Ersatzheer die Situation vollständig. Graf Batthyany macht sofort eine Kehrtwende und stellt sich in die Dienste des Kaisers. Gemeinsam mit den nun verbündeten deutschen Regimentern schlägt er die Türken in seinem Herrschaftsbereich. Die Türkengefahr wird durch den historischen Sieg der Habsburger vor Wien für alle Zeiten gebannt. 
1697:
Am 9. März 1697 besucht der Archidiakon von Eisenburg, Stefan Kazo, die Pfarre Pinkafeld und ihre Tochtergemeinden. Bei dieser Visitation fertigt er einen Bericht an, in dem er über die Filialgemeinde Rurensdorff (Riedlingsdorf) schreibt:
"Die Kirche ist außerhalb des Dorfes zu Ehren des heiligen Urban erbaut. Sie hat einen hölzernen Turm mit einer Glocke, Chor und Kanzel sind aus Holz. Das Sanktuarium ist gewölbt, das übrige flach. Sie besitzt weder Sakristei noch Taufbecken noch Beichtstuhl. Vorhanden ist ein Altar zu Ehren des heiligen Urban. Der Friedhof ist geräumig und von einer Steinmauer umgeben.
Die Kirche besitzt in den Rieden Raba, Kirbek und Czubak je einen Acker im Ausmaß von je 3 1/2 Metzen. Es sind dies kirchliche Zinsäcker, doch hebt die Herrschaft den Zehent ein. Den Acker in Kirbek hat die Herrschaft vor zwei Jahren okkupiert und hebt den Zehent (jährlich bis 7 1/2 Groschen) ein. Vom ersten Acker nimmt die Kirche 7 1/2 Groschen ein, vom letztgenannten einen halben Imperialis. Zudem gehören zur Kirche je eine Zinswiese in den Rieden Borterrain, Hozemsprun und Trau. Von der ersten zinst man 15, von der zweiten 10 Groschen, von der dritten 3 fl für die Kirche, die außerdem noch 4 fl Einkünfte besitzt. Ein Viertel der Wiese auf der Tarstat (Dorfstatt) diesseits des Baches hat ebenfalls die Herrschaft an sich genommen. Es ist zu trachten, daß dieser Teil wieder zurückerstattet wird. An verschiedenen Schulden sind 191 fl 35 kr vorhanden. Paramente hat die Kirche keine; sie alle werden von der Pfarrkirche entlehnt. Das Patrozinium ist am Feste des heiligen Urban.
Das Einkommen an Frucht und Stolagebühren für den Pfarrer ist das gleiche wie in der Mutterpfarre Pinkafeld. Nur müssen die Bewohner 12 Fuhren Holz in den Pfarrhof und den Dünger aus dem Pfarrhof auf die Felder führen. Pfarrkinder sind 700, hievon - die Kinder eingerechnet - 130 katholisch, die anderen akatholisch (evangelisch)". 
1704:
Auch nachdem die Türken aus Ungarn durch die Habsburger verdrängt worden sind, kehrt keine Ruhe in das Land ein. Für die nationalen ungarischen Adeligen sind die Habsburger ebenso wie die Türken Besatzer. Diese Unzufriedenheit führt ab 1704 zu den sogenannten Kuruzzenaufständen, die sowohl das heutige Burgenland als auch die Oststeiermark schwer in Mitleidenschaft ziehen. Die Kuruzzen sind Aufständische aus Ungarn und Siebenbürgen, die aus ungarischer Sicht Freiheitskämpfer, aus österreichischer Sicht hingegen Rebellen sind. Ihre Streifzüge führen sie auch nach Westungarn, also in die nähere Umgebung von Riedlingsdorf. Im Jahre 1704 spitzt sich die Lage dramatisch zu, als die Kuruzzen unter ihrem Führer Alexander Karolyi die steirisch-westungarische Grenze erreichen. Die westungarischen Herrschaften unterwerfen sich den Kuruzzen, da sie keinen Widerstand gegen deren militärsche Übermacht leisten können. In den oststeirischen Gebieten hingegen wird die Miliz mobil gemacht und man wagt sogar einen Vorstoß mit etwa 3.000 Mann nach Mogersdorf, der aber mit einem Fiasko endet, da Karolyis Truppen die Steirer in einen Hinterhalt locken und sie vollkommen vernichten.
Weitere steirische Einheiten unternehmen am 13. und 14. Juli unter Nikolai De Chaus, einem Adeligen, der auch in Pinkafeld und Riedlingsdorf Besitzungen zu haben scheint, von Friedberg aus einen Vorstoß nach Pinkafeld. Zwei Tage später rächt sich Karolyi an den Steirern indem er Götzendorf und eine weitere Ortschaft angreift. Bei dem Vorstoß der Friedberger ist vermutlich auch Riedlingsdorf zerstört worden, da in einer Urkunde vom Oktober 1704 der Rat und der Richter von Friedberg bestätigen, daß sie an der Brandschatzung von Riedlingsdorf nicht teilgenommen haben. Diese Vorgänge zeigen aber deutlich das Dilemma auf, in dem sich die Bewohner der westungarischen Dörfer und somit auch jene von Riedlingsdorf befinden, einerseits können sie sich nicht gegen die Übermacht der Kuruzzen wehren andererseits brennen ihnen die auf Rache sinnenden Steirer die Häuser nieder. Allerdings muß gesagt werden, daß sich auch manche Westungarn bei den Beutezügen der Kuruzzen beteiligen und bereichern. Wie sehr man aber auch im Burgenland unter den Kuruzzen leidet, ist aus einem Brief des Pfarrers von Großpetersdorf vom 4. August 1704 zu entehmen, in dem dieser schreibt, daß die Kuruzzen die Ortschaften Ober- und Unterschützen ausgeraubt haben und sich in Großpetersdorf als 'grobe Gäste' erweisen. Die nächsten Wochen sind nun von abwechselnden Attacken und Konterattacken entlang der ungarisch-steirischen Grenze gekennzeichnet. So überfallen die Kuruzzen am 25. und 26. Juli nicht weniger als 63 oststeirische Dörfer, brennen die Häuser nieder, stehlen das Vieh und erschlagen viele Bewohner. Vierzehn Tage später verwüsten sie die Umgebung von Hartberg. 
Die unmittelbare Bedrohung durch die Kuruzzen wird vorerst im August durch ein österreichisches Heer unter Feldmarschall Graf Siebert Heister beseitigt, dem es gelingt, die Aufständischen aus Westungarn zu vertreiben. Die oststeirischen Bauern lassen nun ihre Wut an ihren westungarischen Nachbarn aus und unternehmen blutige Vorstöße in das heutige Burgenland. So brennen am 27. August 3.000 Steirer Allhau nieder. Auch Riedlingsdorf wird bis auf fünf Häuser niedergebrannt. Die fünf Häuser, die verschont werden, gehören wahrscheinlich Nikolai De Chaus, der bei der Brandschatzung dabei ist und dabei natürlich verhindert, daß sein Hab und Gut Schaden nimmt. Ob Riedlingsdorf nun im August oder schon im Juli den steirischen Angriffen zum Opfer gefallen ist oder vielleicht sogar zweimal angegriffen wird, läßt sich nach dem vorhandenen Quellenmaterial nicht eindeutig sagen. Nach einer erhalten gebliebenen Beschwerde der Ober- und Unterwarter bei ihrem Grafen Erdödy sind die Steirer bei ihren Vorstößen sehr brutal vorgegangen. Sie haben nicht nur gebrannt und Vieh verschleppt sondern haben Menschen ebenso wie zuvor die Kuruzzen grausam behandelt indem sie ihnen die Hände abgehackt und die Zungen ausgerissen haben. 
Zu Weihnachten 1704 besiegt Feldmarschall Heisters die Kuruzzen bei der Stadt Tyrnau und es kehrt nun für einige Zeit Ruhe in die geschundenen Dörfer Westungarns und der Steiermark ein. 
1706:
Ende 1705 lebt die Kuruzzenbewegung wieder auf. Bei Vorstößen in die Oststeiermark beteiligen sich auch die magyarischen Bewohner der 'Warth', also die der vorwiegend ungarischen Dörfer Ober- und Unterwart, Siget, St. Martin, Ober- und Unterspitz. Die Steirer rufen daraufhin Gerneralfeldwachtmeister Hannibal Joseph Graf Heister, einen Bruder des siegreichen Feldmarschalls Heister, zur Hilfe. Graf Heister bricht daraufhin am 15. Februar 1706 mit seiner mehr als 1.000 Mann starken Truppe zu einer Strafexpedition ins heutige Burgenland auf, um 'die Warther zu züchtigen'. Nach einem Gefecht mit den zahlenmäßig mehr als ebenbürtigen Gegner marschiert er in Ober- und Unterwart ein und gibt die beiden Dörfer zur Plünderung frei. Die anderen Dörfer in der Nähe wie Buchschachen und vermutlich auch Riedlingsdorf verschont er. Er läßt deren Bewohner die Treue auf den Kaiser schwören und sie versprechen "gegen die steirischen Konfinen keine direkten noch indirekten feindlichen Attentata nimmermehr vorzukehren oder durch Unterschleif von den Rebellen vorkehren zu lassen." Außerdem müssen die betroffenen Dörfer für die Dauer des Rebellensturms einen Mann pro Ortschaft als Geisel stellen. 
1707:
In diesem Jahr ist die Bedrohung durch die Kuruzzen stärker denn je zuvor. Mehr als 5000 von ihnen unternehmen am 21. Jänner unter ihren Führern Bottyan und Bezeredy einen Vergeltungsangriff in die Gegend südlich von Hartberg. Die Angreifer verhalten sich dabei besonders brutal, weil sie sich mit ihrem Vorstoß für die an anderer Stelle von kaiserlichen Truppen begangenen Taten rächen. Nach diesem Überfall ziehen sie sich in die Gegend von Pinkafeld zurück. Die nächsten Monate vergehen ohne nenneswerte Ereignisse, erst im Juli stoßen die Kuruzzen wieder auf steirisches Gebiet vor und plündern einige Ortschaften. Eine kleine kaiserliche Einheit, welche den abziehenden Rebellen bis in die Warth folgt, wird bis auf acht Mann niedergemacht. Einen Monat später, Ende August, wird der nächste Vorstoß in die Steiermark unternommen. Auch hier wird wieder Rache für Exesse von kaiserlichen Truppen in Ungarn geübt. Im November lagern wieder zahlreiche Kuruzzen in der Gegend von Pinkafeld und unternehmen am 11. November einen Vorstoß auf die Dörfer rund um Friedberg. Wie bereits schon das ganze Jahr über, ziehen sich die Angreifer nach diesen Überfällen weit nach Ungarn zurück. 
1708, 1709:
1708 geht der Kleinkrieg an der ungarisch-steirischen Grenze unvermindert weiter. Zu großen Einfällen mit tausenden Rebellen kommt es aber nicht mehr. Die Kuruzzen werden in den Folgemonaten in Innerungarn von den kaiserlichen Truppen immer wieder besiegt und auf die Dauer so geschwächt, daß sie ab 1709 keine Vorstöße nach Westungarn und in die Steiermark mehr unternehmen können. Für die Bewohner des heutigen Südburgenlandes und der Oststeiermark und somit auch von Riedlingsdorf geht damit eines der blutigsten Kapitel der Besiedlungsgeschichte zu Ende. Die jahrelangen Angriffe der Kuruzzen und die Konterattacken der Steirer haben vielen Menschen das Leben gekostet und das Land östlich und westlich der Lafnitz veröden lassen. Der Wiederaufbau bringt mit sich, daß nun statt der bisher üblichen Holzhäuser mancherorts Steinhäuser errichtet werden. 
1795:
Die erste evangelische Schule wird errichtet. Der erste Lehrer ist Andreas Portschy (gestorben 1842). Es folgen Andreas Peter (1845 bis 1846) und Karl Koczor (1846 bis 1849). Um 1808 verdient der Lehrer ein Jahresfixum von 19 Gulden. 1825 werden in der evangelischen Schule folgende Bücher eingeführt: Wilsons Lehrbuch, Luthers Katechismus, Herders Namensbüchlein und das A-B-C-Büchlein.
In der katholischen Schule unterrichtet um 1832 Karl Rechersberger, von Beruf Weber aus Böhmen.
Im Jahre 1934 schreibt der 1821 geborene Schüler Gottlieb Kaipel, der Urururgroßvater des Verfassers dieser Seite, in sein Schreibheft (genau genommen ein mehrere hundert Seiten starkes in Schweinsleder gebundenes Buch):
"Einteilung und Folge des öffentlichen Schulunterrichtes
Am Montage und Donnerstage
Vormittags:
1. Stunde: Die Grösseren sowohl als die Mittleren auswendig Aufsagen aus dem Gesangsbuch
2. Stunde: Lesen aus dem Gesangsbuch und Rechnen
3. Stunde: Die grösseren Schulkinder schreiben, die kleineren Aufsagen
Nachmittags:
1. Stunde: Lesen aus dem Gesangsbuch und Rechnen
2. Stunde: Die grösseren  und mittleren Schulkinder Schreiben
3. Stunde: Die kleineren Schulkinder sagen auf
Am Dienstage und Freitage
Vormittags:
1. Stunde: Die grösseren und mittleren Schüler sagen auswendig im Katechismus auf
2. Stunde: Lesen aus dem Gesangsbuch und Rechnen
3. Stunde: Die grösseren Kinder Schreiben, die kleineren Aufsagen
Nachmittags:
1. Stunde: Lesen aus dem Lesebuch und Rechnen
2. Stunde: Die grösseren und mittleren Schüler Schreiben
3. Stunde: Die kleineren Schulkinder sagen auf
An dem Mittwoche und am Sonnabend
Vormittags:
1. Stunde: Aufsagen des Evangeliums
2. Stunde: Aufsagen aus der Biblischen Geschichte
3. Stunde: Rechtschreibung der ... Geographie"
1811:
In der Ortsmitte wird der Grundstein für den Bau der katholischen Kirche gelegt. Fünf Jahre später wird sie vom Bischof von Steinamanger eingeweiht.
1826:
Riedlingsdorfer Mäher sehen im Waldwirtshaus bei Oberschützen den berüchtigten Räuberhauptmann Nikolaus Schmiedhofer alias 'Holzknechtseppl'. Die von den Riedlingsdorfern verständigten Soldaten verhaften mit Schmiedhofer einen Mann, dem als Anführer der Räuberbande 'Stradafüßler' 14 Raubmorde, 54 Raube, 48 Diebstähle und 4 Vergewaltigungen zur Last gelegt werden. Zwei Jahre später wird er auf dem Gerichtsberg in Pinkafeld gehängt. (siehe 'Der Holzknechtseppl').
1832:
Im Ort leben 1173 Personen in 181 Häusern.
1848:
Im Gefolge der Februarrevolution in Paris bricht auch in Wien am 13. März die Revolution aus. Dem Kaiser werden wichtige Zugeständnisse wie die Aufwertung der Volksvertretung und die Befreiung der Bauern abgerungen. Im Verlauf der immer radikaler verlaufenden Revolution versuchen sich auch die Ungarn von Österreich loszusagen. Mehrere Hundert in Linz stationierte Husaren desertieren und ein Teil von ihnen gelangt über Pinkafeld und Riedlingsdorf nach Oberwart, wo sich die vorwiegend ungarische Bevölkerung den Deserteuren anschließt. Das in Pinkafeld liegende kaisertreue Militär stellt die Ordnung in Oberwart wieder her, indem es die Rädelsführer mit Stockschlägen züchtigt, ihre Häuser plündert und dem Ort 20.000 Gulden Brandsteuer auferlegt. 
Eine weitere Begebenheit im Zuge der Revolution sorgt ebenfalls für große Unruhe in unserer Gegend. Ein kroatisches Heer eilt dem Kaiser gegen die aufständischen Ungarn zur Hilfe. Es wird aber auf dem Marsch nach Budapest von den Ungarn bei Güns besiegt. Ein Teil der kroatischen Armee, etwa 15.000 Mann unter Feldmarschalleutnant Thodorovic, dreht daraufhin in Richtung Nordoststeiermark ab, mit der Absicht in die Heimat zurückzumarschieren. Da auch die Pinkafelder mit den aufständischen Ungarn sympathisieren, befürchten sie, daß die Kroaten ihre Stadt plündern. Sie errichten daher bei Sinnersdorf Schanzgräben, um die von Hochneunkirchen anrückenden Kolonnen vom Durchmarsch durch die Sinnersdorfer Enge abzuhalten. Die Kroaten meiden aber westungarischen Boden und marschieren auf steirischem Gebiet in Richtung Hartberg. Ein verirrter Kroate soll bei Hochart von den Pinkafeldern erschlagen worden sein.
Der Hartberger Chronik ist folgender Bericht über den Heerzug der Kroaten entnommen:
"Das wilde Heer wälzte sich, Rübenschalen in Unmenge zurücklassend, von Pinkafeld über Grafendorf Hartberg zu. Es war der 14. Oktober. Eben fuhr Dr. Franz Holler ahnungslos nach einem Kranken aus. Wie er die endlose schwarze Masse heranwogen sah, kehrte er, aufs höchste erschreckt, zurück und alarmierte die Stadt. Um 2 Uhr nachmittags waren sie da. Zwischen Krankenhaus und Friedhof hatten sich die Honoratioren versammelt mit dem Anwalt Kajetan Rochel an der Spitze. Dieser trat vor, begrüßte den Kommandanten und bat ihn, seine Leute möchten nicht durch die Stadt ziehen, sondern den Weg über den Damm nehmen. 'Was, sind wir Räuber?' erwiederte entrüstet der Offizier, gab jedoch mit der Hand einen Wink in der Richtung der Dammstraße, die von der Stadt durch die Mauer geschieden war. Durch die einzige Verbindung, das Wassertürl, schlüpften viele Kroaten ins Innere und kauften Brot, das ihnen aus den halbverschlossenen Läden gereicht wurde...
Ihr Aussehen war das denkbar schlechteste. Alt und jung ging in Uniform und Lumpen, in zuweilen kostbaren Waffen von der Büchse und dem Säbel bis zum Dreschflegel. So wie sie gekommen waren zogen sie nach einer kurzen Rast bei Lebing am selben Tag nach Kaindorf weiter." 
Somit gehen diese unruhigen Revolutionsjahre ohne große Schäden für unsere Gemeinde Riedlingsdorf vorüber. 
1849:
Das Schulhaus wird neu errichtet. 1852 erhält das Schulhaus einen Turm, daher wird es im Volksmund 'Turmschule' genannt. In diesem Gebäude werden bis 1970 viele Generationen von Riedlingsdorfern unterrichtet. In der neuen Schule unterrichten in den nächsten Jahrzehnten: Samuel Bruckner (1849 bis 1872), Johann Endler (1872 bis 1885). 1876 wird mit Ludwig Kirch (1876 bis 1894) ein zweiter Lehrer eingestellt. 
Dem Lehrer Endler folgen Karl Böhm (1885 bis 1896), Johann Stubenvoll (1896 bis 1932), Gustav Bayer (1931 bis 1944, Gustav Bayer ist vor dem Krieg auch Chorleiter im Männergesangsverein Riedlingsdorf. Er ist 1944 in den Niederlanden als Flak-Soldat gefallen).
Dem Lehrer Kirch folgen Samuel Ritter (1894 bis 1899), Johann Posch (1899 bis 1931, Johann Posch gründet 1903 den Männergesangsverein 'Eintracht' Riedlingsdorf und erwirbt sich auch große Verdienste um die Dorfgeschichte), Tobias Bruckner (seit 1931).
Um 1909 wird ein drittes Schulhaus gebaut und Adolf Unger als dritter Lehrer eingestellt.
1884-1888:
Im Jahre 1884 wird heftig über ein Eisenbahnprojekt diskutiert, das die bereits seit 1841 bestehende Bahnstrecke Wien - Wiener Neustadt über Schäffern, Hochart, Pinkafeld nach Marburg verlängern soll. Die Hoffnungen auf wirtschaftlichen Aufschwung für die Region zerschlagen sich aber recht bald wieder, da dieses Projekt nicht realisiert wird. Ein Jahr später wird auf Initiative des Rechnitzer Großgrundbesitzer Julius Szabaly die Idee geboren eine Eisenbahnlinie von Pinkafeld nach Steinamanger zu errichten. Die Anrainergemeinden gründen eine Aktiengesellschaft, welche den im April 1887 in Angriff genommenen Bau finanziert. Am 16. Dezember 1888 wird die Bahnlinie Pinkafeld-Steinamanger feierlich eröffnet. Riedlingsdorf ist somit mit der Eisenbahn an das westungarische Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum Steinamanger angeschlossen. 
Die Kritiker dieses Projektes sehen die Gefahr, daß durch Anbindung an ein modernes Verkehrssystem die vorwiegend deutschsprachigen Gemeinden an der Westgrenze Ungarns nun vermehrt national-magyarischen Strömungen ausgesetzt sind. Zum Teil treten diese Befürchtungen tatsächlich ein, da der verkehrstechnisch und wirtschaftlich logische und sinnvolle Anschluß dieser Bahnlinie an die Aspangbahn bei Friedberg aus nationalen Gründen abgelehnt wird. Diese Verbindungsstrecke zwischen Pinkafeld und Friedberg wird es im Jahre 1925, als die westungarischen Gemeinden unser heutiges Burgenland bilden, realisiert. (siehe Dorfgeschichte 1925)      
1899:
Im Ort leben 1665 Personen in 220 Häusern. Diese Einwohnerzahl wird in den folgenden Jahren nicht mehr erreicht.
1903:
Gründung des Männergesangsverein 'Eintracht' Riedlingsdorf durch den Volksschullehrer Johann Posch. 
1914 - 1918:
Der 1.Weltkrieg fordert unter der Riedlingsdorfer Bevölkerung 43 Opfer.
1921:
Am Karsamstag stellt der Besitzer des Hotels Lehner in Pinkafeld dem Grafen Erdödy aus Rotenturm und einem unbekannten Mitreisenden, der als Vertreter des spanischen Schwarzen Kreuz vorgestellt wird, ein Pferdegespann zur Verfügung. Die beiden fahren mit dieser Kutsche durch Riedlingsdorf nach Großpetersdorf. Der Kutscher erkennt im geheimnisvollen Mitreisenden den ehemaligen Kaiser Karl I., der versucht in Ungarn die Macht als König wieder zu übernehmen. 
Das Burgenland kommt als Folge der Friedensverhandlungen mit den Siegermächten des Weltkrieges zu Österreich. Der Ort, der während der ungarischen Herrschaft RÖDÖN geheißen hat, trägt nun endgültig den Namen RIEDLINGSDORF.
Die wirtschaftliche Not zwingt viele Riedlingsdorfer nach Amerika auszuwandern. Auch vor dem ersten Weltkrieg und nach dem zweiten Weltkrieg wagen viele Ortsbewohner den riskanten Sprung über den Ozean. (siehe Schwerpunkt Auswanderung).
Hier die Postkarte einer Riedlingsdorer Auswandererfamilie vom 24.4.1921 an die daheimgebliebenen Verwandten:
"Geschrieben am 24/4/1921
Liebe Freunde.
Nun sind wir glücklich nach Rotterdam gekommen. Wir sind so weit schon gesund, was ich auch von Euch hoffe und wünsche. Und der liebe Gott soll uns weiter helfen, daß wir unsere Reise glücklich vollenden.
Wir grüßen euch alle im ganzem Hause. ..."
1925:
Im Herbst geht endlich ein langersehnter Wunsch der politisch Verantwortlichen unserer Region in Erfüllung: Bundespräsident Dr. Michael Hainisch eröffnet die Anschlußbahnstrecke von Pinkafeld nach Friedberg. (siehe dazu Dorfgeschiche 1884-1888). An dieser Strecke wurde ein Jahr gebaut, nachdem die Gemeinden des Bezirkes dazu große finanzielle Opfer geleistet haben. Unser Heimatgemeinde ist nun von der Hauptstadt Wien aus mit der Bahn zu erreichen. Auf dem Bahnhof von Pinkafeld erinnert folgende Inschrift einer Gedenktafel an dieses Ereignis:  
1938:
Einmarsch der deutschen Truppen in Österreich. Das Burgenland wird geteilt und Riedlingsdorf wird Teil der Steiermark.
1940:
25. November: Bei einem Großbrand brennen die Häuser Nr. 49, 51, 52, 53, 55, 56, 58, 60, 61, 62, 63,165, 168, 169 und 204 nieder. 
1941:
Im Jänner 1941 stirbt der erste Riedlingsdorfer Soldat während des 2.Weltkrieges. Er ertrinkt bei einem Unfall als Besatzungssoldat in Frankreich im Atlantik. Ihm folgen in den nächsten Monaten und Jahren noch weitere 96 Männer an allen Fronten von Afrika bis zum Nordkap, von der Atlantikküste bis zur Wolga in Stalingrad. Briefe wie das nachfolgende Schreiben gehören nun zum Alltag der Ortsbevölkerung:
"
"Sehr geehrte Frau Kaipel!
Leider muß ich Ihnen, die für uns alle, besonders jedoch für Sie traurige Mitteilung machen, daß Ihr Sohn, Unteroffizier Adolf Kaipel, am 6.7.42 in Kupjansk gefallen ist. Er war am Abend des 6.7. mit seiner Gruppe zum Verlegen von Minen eingesetzt, als eine der Minen auf ungeklärte Weise zur Entzündung gebracht wurde. Dabei wurde er durch Splitter am Kopf verwundet und ist ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben, gestorben. Er wurde gestern in Kupjansk in der Nähe des Postamtes zur letzten Ruhe gebettet.
Wir verlieren mit Ihrem Sohn nicht nur einen unserer tüchtigsten und tapfersten Unteroffiziere, sondern auch einen der beliebtesten Kameraden, der durch sein freundliches, offenes und besonders kameradschaftliches Wesen allen ans Herz gewachsen ist und wir sind daher durch den Verlust besonders getroffen worden. Wir werden ihn nie vergessen und ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. 
...
Ihr Reinhold Schatte e.h.
Olt. und Komp.-Führer"
1942:
Der sich ständig verschärfende Krieg wirkt sich auch immer mehr im Heimatgebiet aus. Die schwierige Lage des Deutschen Reiches nach den ersten Niederlagen im Osten und dem Kriegseintritt der USA versucht das Regime durch drastische kriegswirtschaftliche Maßnahmen zu verbessern. So wird von der Ortsbauernschaft Riedlingsdorf folgende Ablieferungsaufforderung für Getreide an die Bauern der Ortschaft versandt:
"Ortbauernsschaft Riedlingsdorf (mit Stempel aufgebracht)
Ablieferaufforderung
an den Erzeuger   N.N.
in 
Riedlingsdorf

Zur Sicherung der Ernährung des deutschen Volkes ist die Ablieferung aller den Eigenbedarf des Selbstversorgers übersteigender Brotgetreidemengen erforderlich.

Die für Ihren Eigenbedarf zur Verfügung stehende  Menge errechnet sich wie folgt:

Zahl der Selbstversorger 
x  zu je 162,5 (handschriftlich eingetragen) kg pro Jahr
Zahl der Tagelöhner zu
y je  0,15 (handschriftlich eingetragen) kg
Saatgut
Roggen 
x ha zu je 220 kg
Weizen 
y ha zu 240 kg

Sie sind daher verpflichtet, den über Ihren oben genannten angeführten Eigenbedarf hinausgehenden Ertrag Ihrer Ernte an Brotgetreide
z u r   G ä n z e
an den für Ihre Ortsbauernschaft bestellten Abnehmer schnellstens abzuliefern.

Ablieferungen an andere sind nicht gestattet.

Wer Brotgetreide verfüttert oder verheimlicht, versündigt sich an der Gemeinschaft des Volkes und macht sich strafbar.

Unterschrift, Datum  usw."
1943:
Während zeitgleich in den Ruinen von Stalingrad Tausende deutsche Soldaten ihr Leben verlieren, darunter auch einige Männer aus Riedlingsdorf, erhalten die Dorfbewohner folgendes Schreiben von ihrer Ortsgruppenleitung:
"Wenn ich vom deutschen Volke Opfer
und wenn es notwendig alle Opfer fordere,
dann habe ich ein Recht dazu,
denn auch ich bin heute genau so bereit wie ich es früher war,
jedes persönliche Opfer zu bringen.
Adolf Hitler
 
Eingedenk des Führerwortes erwartet die Ortsgruppe Riedlingsdorf von jedem Volksgenossen einen namhaften Betrag für die Gaustraßensammlung am 23./24. Januar 1943, welche anstatt Auflage eines Opferbuches durchgeführt wird.
Die Beauftragten der Partei werden am Sonntag Vormittag den Betrag entgegennehmen.
gez. Der Ortsgruppenleiter."
1944:
Der Krieg greift nun auch auf die unmittelbare Heimat über. Endlose amerikanische Bomberströme ziehen  über Riedlingsdorf hinweg nach Norden, um Wien und Wiener Neustadt anzugreifen. Eine dieser Maschinen wird am 10. Mai 1944 über Riedlingsdorf von deutschen Jagdflugzeugen angegriffen und abgeschossen. Den meisten Insassen des alliierten Bombers gelingt der lebensrettende Absprung. Sie werden im Gemeindegebiet von Riedlingsdorf und in den umliegenden Ortschaften von rasch zusammengestellten Suchtrupps aufgegriffen und gefangengenommen. Hier ein aus amerikanischen Archiven stammender Bericht eines Air Force-Unteroffiziers, der den Abschuß seiner Kameraden beobachtet hat und dies bei der Landung auf dem Heimatflughafen zu Protokoll gibt:
"Ich war Heck-Bordschütze auf 061 bei der Mission vom 10. Mai 1944. Maschine 988 flog am linken Flügel von Oberst Barnett, fiel aus der Formation einige Minuten nach dem I.Punkt, wie es aussah weil Motor Nummer 3 ... Sie fielen an das Ende der Bomberformation und verloren zuerst an Höhe. Als das Flakfeuer wirklich sehr schwer wurde, scherten sie aus und flogen nordwärts des Zieles. Nachdem wir die Bomben abgeworfen hatten und vom Ziel abdrehten, waren sie westlich des Zieles mit Flugrichtung Süden. Ein Fallschirm öffnete sich, dann griffen drei Jagdflugzeuge an und weitere zwei Fallschirme öffneten sich. Dann wurde das Flugzeug von zwei weiteren Jägern attackiert und Motor 2 begann zu brennen. Maschine 988 schwenkte so als ob es in einen Sturzflug gehen würde und explodierte. Zum Zeitpunkt der Explosion öffnete sich ein weiterer Fallschirm, macht vier (Fallschirme), die ich sah. Sie hatten schätzungsweise 30 oder 36 Minuten das Flugzeug zu räumen von dem Zeitpunkt an als sie ausscherten aus der Formation und abstürtzen.
Richard O.Westphal, Sergenant, Air Force"
Am 24. Mai wird ein deutsches Jagdflugzeug, eine ME 109, über Riedlingsdorf abgeschossen und stürzt über dem Lampelfeld ab. Der deutsche Pilot kann sich mit dem Fallschirm retten. 
1945:
Riedlingsdorf wird von Einheiten der Organisation Todt mit einem Panzergraben und Schützengräben befestigt.
5. April/6.April: Einheiten des XXX.Schützenkorps der Roten Armee marschieren in die Ortschaft ein. Zum Kampf kommt es zum Glück für den Ort nicht, da keine deutschen Truppen vorhanden sind, um die vorbereitenden Stellungen zu besetzen. Trotzdem werden ein Riedlingsdorfer Volkssturmmann und mehrere unbekannte versprengte deutsche Soldaten von den Sowjets erschossen bzw. ermordet. Die Ortsbevölkerung leidet unter den Plünderungen und Vergewaltigungen der sowjetischen Soldaten. Neben diesen schlimmen Ausschreitungen machen aber vorallem die Kinder recht bald sehr positive Erfahrungen mit der neuen Besatzungsmacht.
Herr Hitler, der noch zwei Jahre zuvor behauptet hat, jedes persönliche Opfer zu erbringen, entzieht sich währenddessen in Berlin seiner Verantwortung durch Selbstmord.
Die Dramatik dieser Tage des Jahres 1945 läßt sich auch aus den Tagebuchaufzeichnungen eines Riedlingsdorfer ablesen:
"26. März:  vormittags in Pinkafeld bei Strobl und Arzt gewesen, nachmittags in Garten Dünger geführt, Ribisel gedüngt, Wetter heiter, Fluchtgefahr vor den Russen
27. März: Krankenstand, in Oberwart bei Stabsarzt Dr. Katiungt (?) gewesen, nachmittags für Evakuierung eingepackt, im Geschäft gewesen, Wetter trüb, Ehefrau mit Befund nach Burg zur Einheit geschickt.
28. März: Krankenstand, vormittags im Zemingbach
(Anmerkung: Ortsried von Riedlingsdorf) Stroh und Bäume ... nachmittags geschlafen, heiter
29. März: Krankenstand, vormittags Hintdraußen
(Ortsried von Riedlingsdorf) Acker gerichtet, nachmittags im Geschäft gewesen, veränderlich
30. März: um 10.00 Uhr von jüngeren Kuh Kalb bekommen, nachmittags häusliche Arbeiten, veränderlich, Krankenstand
31. März: Krankenstand, ganzen Tag im Geschäft gewesen, veränderlich
1. April: Ostersonntag, Krankenstand, 2.15 Uhr Fluchtgefahr vor den Russen, ganzen Tag zu Hause gewesen, heiter
2. April: Ostermontag, vormittags Hasenstall gereinigt, 11.00 Uhr Einberufung nach Großpetersdorf, um 17.00 Uhr nach Großpetersdorf gefahren, 20.00 bis 20.30 Uhr im Bezirkskommando gewesen, 20.30 Uhr bis 00.30 Uhr nach Hause gegangen, heiter
3. April: Bis 12.00 Uhr geschlafen, nachmittags im Geschäft gewesen, heiter, um 14.00 Uhr Panzeralarm
4. April: ganzen Tag zu Hause gewesen, Kämpfe in Dürnbach-Schachendorf, heiter, Traiskirchen, Wöllersdorf gefallen
5. April: ganzen Tag zu Hause gewesen, 18.00 Uhr Kämpfe in Unterschützen, heiter, Bundschuh Hans Hausnummer 31 von Russen erstochen
6. April: um 2.30 Uhr russische Soldaten angekommen, ab 9.00 Uhr Plünderung von Geschäft und Wohnung, bei Nachbarn gewesen, heiter, Riedlingsdorf gefallen
7. April: vormittags zu Hause gewesen, nachmittags bei Nachbarn gewesen, 22.00 Uhr  mit A.  vier russische Reiter zu M. begleitet, heiter,
8. April: um 4.00 Uhr mit A. einen russischen Reiter nach Loipersdorf geführt, ganzen Tag zu Hause gewesen, heiter
9. April: vormittags zu Hause gewesen, 14.00 Uhr wegen Zollgrenzschutzuniform von russischen Soldaten verhaftet, 14.00 bis 15.00 Uhr im Keller der Nachbarn gewesen, 15.00 bis 16.00 Uhr bei Z. im Keller gewesen, 16.30 bis 24.00 Uhr bei P. eingesperrt gewesen, heiter
10. April: um 9.00 Uhr von Haft freigegangen, nachmittags am Panzergraben bei Straße gearbeitet, heiter
11. April: ganzen Tag zu Hause gewesen, 16.00 bis 19.00 bei Schranzenwirt
(Anmerkung: in diesem Gasthaus war ein russisches Lazarett untergebracht) tote Russen sezieren geholfen, heiter
12. April: ganzen Tag zu Hause gewesen, abends mit Russen per Auto in Mönichkirchen  gewesen, heiter
13. April: vormittags zu Hause gewesen, nachmittags im Garten Sauerampfer sammeln gewesen, heiter
14. April: vormittags zu Hause, nachmittags bei Nachbarn russisches Geschütz (?) gestrichen, heiter
15. April: keine Notizen
16. April: keine Notizen
17. April: keine  Notizen
18. April: vormittags bei H. zwei Russen angezogen und bei Kriegerdenkmal begraben, heiter
19. April: vormittags bei Hofwiesen und Zeming Schützenlöcher zugemacht, nachmittags in Dorfstatt-Tulpfert-Hasensprung-Heidenau Wiesen geräumt, im Garten Laufgraben zugemacht, heiter
20. April: von Riedlingsdorf nach Dürnbach Pferde getrieben, in Dürnbach in einem Garten übernachtet, heiter
21. April: von Dürnbach über Steinamanger nach Ocsad(?) Pferde getrieben, in Ocsad übernachtet, heiter
22. April: von Ocsad-?-?-Steinamanger-?-?-?-Schachendorf nach Dürnbach gegangen, in Dürnbach bei Marlovits übernachtet, heiter
23. April: von Dürnbach nach Hause gegangen, heiter, Wind
24. April: ganzen Tag zu Hause gewesen, heiter
25. April: ganzen Tag zu Hause gewesen, heiter
26. April: ganzen Tag in Bahnholz bei Loipersdorf Weg gemacht, heiter

27. April: vormittags nach St.Martin gegangen, nachmittags in St. Martin Flugzeugbunker gebaut, bei Polster übernachtet, heiter, Wind
28. April: in St.Martin Flugzeugbunker gebaut, bei Polster übernachtet, heiter
29. April: in St.Martin Flugzeugbunker gebaut, heiter
30. April: in St.Martin Flugzeugbunker gebaut, abends nach Hause gegangen, veränderlich
1. Mai: ganzen Tag zu Hause, Regen   
2. Mai: ganzen Tag auf Straße bei Panzergraben gearbeitet, veränderlich
3. Mai: Krank, ganzen Tag im Bett gewesen, heiter
4. Mai: ganzen Tag in Leidenbühl Schützengräben gemacht, heiter
5. Mai: ganzen Tag in Leidenbühl Schützengräben gemacht, abends nach Lafnitz gegangen, ganze Nacht geschanzt, heiter
6. Mai: morgens von Lafnitz nach Hause gegangen, nachmittags geschlafen, heiter
7. Mai: morgens nach Grafenschachen gegangen, vormittags in Grafenschachen geschanzt, nachmittag Ruhepause, abends in Lafnitz geschanzt, heiter
8. Mai: vormittags von Lafnitz nach Hause gegangen, nachmittags geschlafen, heiter
9. Mai: Kriegsende, ganzen Tag zu Hause gewesen, heiter
10. Mai: ganzen Tag bei Haltestelle beim Brückenbau gearbeitet
11. Mai: ganzen Tag bei Haltestelle beim Brückenbau gearbeitet, heiter, Russen zum Großteil abgezogen, heiter, warm
Die weiteren Eintragungen im Tagebuch des Riedlingsdorfers haben nur mehr recht selten mit den Krieg und seinen Folgen zu tun. Dies beweist, daß in der Ortschaft sehr bald wieder der bäuerliche Alltag einkehrt. Man hat wirklich Glück im Unglück gehabt, denn während in der Oststeiermark zahlreiche Bauernhöfe und Gehöfte abbrennen und deren Bewohner vor dem Nichts stehen,  sind in Riedlingsdorf fast alle Gebäude heil geblieben.
1954:
17. April: Bei einem Großbrand brennen die Häuser Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 29, 30 und 203 nieder.
1970 - 1980:
Unter Bürgermeister Gustav Schranz werden zahlreiche Infrastrukurprojekte, wie der Bau der neuen Volksschule, die Regulierung der Pinka, die Errichtung der Ortswasserleitung, des Abwasserkanals und der Leichenhalle, sowie die Grundzusammenlegung in Angriff genommen. Sie bilden noch heute die Basis für das Leben in der Gemeinde.
1990 - 2000:
In der Gemeinde werden zahlreiche private Neubauten errichtet, die strukturellen Änderungen in Gesellschaft und Wirtschaft führen zu einem spürbar höherem Wohlstand. Am Ende des Jahrtausends leben ca. 1600 Personen in über 500 Häusern in der Ortschaft.
2000:
Neue Infrastrukturprojekte, wie die Neugestaltung des Ortszentrums, werden in Angriff genommen.

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Für den Inhalt verantwortlich: Heinz Bundschuh